Birkenstr. 10A 85777 Fahrenzhausen +49 171 807 65 68 info@lan-tec.it
17. Dezember 2019 Zugriffe: 419

 

Experten raten dazu, lieber einen Passwort-Manager zu verwenden, als bei Chrome oder Firefox die Passwörter zu speichern. Aber welchem Passwort-Manager kann man vertrauen?

Und: Wie hält man die Passwörter synchronisiert auf Computer und Handy?

Chrome, Firefox, Edge oder Safari - die vier großen Browser bieten alle das Speichern von Passwörtern an. Das ist bequem und einfach. Besser ist es aber, die Passwörter fürs Online-Banking oder das E-Mail-Konto nicht den großen Konzernen anzuvertrauen, sondern sie zu trennen. Weiterer Vorteil: Die Passwort-Manager denken sich komplizierte Passwörter aus, die man sich nicht mal merken muss, weil sie automatisch eingetragen werden.

Wieso ist ein Passwort-Manager empfehlenswert?

Zwei Gründe: Erstens sollte man generell seine Passwörter nicht den Herstellern der Browser überlassen, sondern bei Unternehmen speichern, die sich darauf spezialisiert haben. Und zweitens denken sich die meisten guten Passwort-Manager lange und sichere Passwörter aus. Einige ermahnen auch, wenn man selbst ein Passwort auswählt, das zu kurz oder leicht zu hacken ist. Kurzum: Sie bieten mehr Schutz, und bei einigen sogar gratis.

Was ist bei einem Passwort-Manager wichtig?

Zum einen sollte er leicht zu bedienen sein und vor allem gut mit dem Browser am Computer zusammenarbeiten, aber auch als App auf meinem Android oder Apple-Smartphone verfügbar sein. Sehr wichtig ist auch: Handelt es sich um Open Source-Hardware, die zertifiziert wurde? Das bedeutet: Die Software liegt offen und andere Programmierer können überprüfen, ob sie Hacks standhält.

Was kostet ein guter Passwort-Manager?

In der Regel nichts. Es gibt natürlich auch Anbieter, die Geld verlangen, aber das ist dann meistens für Dienste, die man gar nicht braucht.

Passwort-Manager im Überblick

Bitwarden

Bitwarden ist noch relativ neu am Markt. Die App aus Florida gibt es erst seit gut drei Jahren. Sie ist sehr schön gemacht, die Bedienung einfach und übersichtlich.

Pro: Die App ist Open Source. Jeder kann den Programmiercode überprüfen. Das macht sie deutlich sicherer. Außerdem ist sie zertifiziert. Das ist ein Plus.

Contra: Bitwarden wird von einem kleinen Programmierteam gemacht. Updates kommen nicht ganz so schnell wie bei den großen Anbietern.

Preis: Bitwarden ist kostenlos. Wer die Programmierer unterstützen möchte, zahlt 10 Dollar im Jahr. Dafür funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung dann auch mit Yubi- oder Fido-Key.

KeePass

KeePass ist eine Software aus Deutschland. Die Bedienung ist einfach.

Pro: KeePass ist Open Source und zertifiziert. Es gibt dutzende Plugins anderer Entwickler, das macht KeePass sehr vielseitig.

Contra: Das Design ist etwas altbacken.

Preis: KeePass ist kostenlos.

1Password

Ist ein Urgestein bei den Password-Managern. Die Software ist ausgereift, man bekommt ein GB Cloudspeicher. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Kanada.

Pro: Das Design ist klasse. Vom Passwort-Generator über die Zwei-Faktor-Authentifizierung - die App ist sehr intuitiv.

Con: 1Password ist nicht Open Source. Man muss dem Anbieter vertrauen, dass er alle Nutzer-Daten sicher speichert.

Preis: Das günstigste Konto kostet knapp 3 Euro im Monat

Lastpass

Ist der große Konkurrent von 1 Password. Lastpass gehört zum börsennotierten LogMeIn-Konzern aus Boston.

Pro: Der Dienst bringt sogar eine eigene Authentifizierungs-App mit. Damit kann man per Swipe auf dem SmartPhone den Zugang am PC freischalten.

Con: Auch LastPass ist nicht Open Source. Wo was und wie abgespeichert wird, behält das Unternehmen für sich.

Preis: Alle Grundfunktionen sind kostenlos. Wer mehr will, zum Beispiel 1 GB verschlüsselten Cloudspeicher, muss drei Euro im Monat bezahlen.

Fazit: Welche Passwort-Manager sind empfehlenswert?

Man sollte sich auf jeden Fall zwei Dienste anschauen. Zum einen Bitwarden. Die Software ist Open Source und zertifiziert. Der Dienst ist kostenlos, funktioniert auf allen Plattformen. Wer will, kann 10 Dollar im Jahr spenden und so das Angebot unterstützen. Firmen müssen für Bitwarden allerdings zahlen.

Außerdem sollte man sich KeePass anschauen. Dieser Passwort-Manager kommt aus Deutschland. Auch er ist Open Source und kostenlos. Er sieht nicht ganz so modern wie Bitwarden aus, gilt aber als sehr sicher. Wenn einem die Software gefällt, sollte man den Entwickler mit einer Spende unterstützen.

 

(Quelle: BR24.de)

(Bildrechte: von kalhh auf Pixabay)